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Liebe Freund*innen des Aktionsbündnisses gegen AIDS,

vom 26. bis zum 31. Juli 2026 fand unter dem Motto „Rethink. Rebuild. Rise.“ in Rio de Janeiro die 26. Welt-AIDS-Konferenz statt. Die weltweit größte und wichtigste Konferenz zu HIV/Aids bringt Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Communities zusammen, um aktuelle Entwicklungen zu diskutieren und die Zukunft der globalen HIV-Arbeit zu gestalten.

Für das Aktionsbündnis gegen AIDS waren Johanna Fipp und Peter Wiessner vor Ort. In dieser Sonderausgabe unseres Newsletters bündeln wir unsere bereits auf Social Media und unserer Website veröffentlichten Beiträge und Berichte rund um die Welt-AIDS-Konferenz: Wir blicken auf zentrale Debatten und Entwicklungen in Rio zurück, ordnen politische und wissenschaftliche Themen ein und haben weiterführende Publikationen und Informationen zusammengestellt.

Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Sprecher*innenkreis und das Bündnisbüro

Nach der Welt-AIDS-Konferenz:
Analysen und Rückblicke

Dramatische Folgen der US-Kürzungen 

Abbildung 1: Ausschnitt aus einem Werk des brasilianischen Künstlers No Martins in der Ausstellung „Sortilégios de desvio“ im Museu de Arte do Rio (MAR). Foto: Peter Wiessner.

Die Veröffentlichung der PEPFAR Pulse Study war eines der Highlights der Welt-AIDS-Konferenz. Sie liefert erstmals ein umfassendes Bild der Folgen der drastischen Kürzungen der US-amerikanischen Entwicklungszusammenarbeit für die weltweite HIV-Arbeit. Weltweit mussten bereits 1.700 HIV-Einrichtungen geschlossen werden, mehr als 70.000 Kinder verloren ihre lebensrettende HIV-Therapie. Lesen Sie hier unseren Beitrag zu den Ergebnissen der Studie.

Wie über Mittelkürzungen berichten?

Abbildung 2: Das Podium der Session „Rebuilding global health: HIV reporting in a brave new world“ mit Beatriz Grinsztejn, Karl Schmid, Aidah Munzatsi, Nora Bär, David Cox, Apoorva Mandavilli und Moderator Kevin Mendez. Foto: Johanna Fipp.

Die drastischen Kürzungen der US-Auslandshilfe haben nicht nur die Voraussetzungen der globalen HIV-Arbeit verändert, sondern auch die Art und Weise, wie über HIV berichtet wird. In unserem Artikel „Wie über Mittelkürzungen berichten?“ greifen wir die Diskussion auf der Konferenz darüber auf, was das für den Gesundheitsjournalismus und Organisationen im Gesundheitsumfeld bedeuten.

Warum Pandemievorsorge scheitert: Ungleichheit als fehlendes Bindeglied

Abbildung 3: Ausschnitt aus „A sã política é filha da moral e da razão“ von No Martins in der Ausstellung „Sortilégios de desvio“ im Museu de Arte do Rio (MAR). Foto: Peter Wiessner.

Abbildung 3: Ausschnitt aus „A sã política é filha da moral e da razão“ von No Martins in der Ausstellung „Sortilégios de desvio“ im Museu de Arte do Rio (MAR). Foto: Peter Wiessner.

Eine der für uns spannendsten Veranstaltungen der Welt-AIDS-Konferenz stellte eine zentrale Annahme der globalen Gesundheitspolitik infrage: Reicht es aus, die technische Vorsorge zu stärken, um die Welt vor zukünftigen Pandemien zu schützen? In unserem Artikel „Warum Pandemievorsorge scheitert: Ungleichheit als fehlendes Bindeglied“ fassen wir die Diskussion darüber zusammen, welche Rolle bestehende Ungleichheiten bei der Pandemievorsorge spielen.

Von der Welt-AIDS-Konferenz:
Beiträge und Berichte

Unsere Pressemitteilungen

Abbildung 4: Eindrücke von der Welt-AIDS-Konferenz 2026 in Rio: Proteste, Paneldiskussionen und Veranstaltungen. Beitragsbild: Aktionsbündnis gegen AIDS. Fotos: Peter Wiessner und Johanna Fipp.

Rund um die Welt-AIDS-Konferenz haben wir drei Pressemitteilungen veröffentlicht: Zum Auftakt ging es in „Globale HIV-Arbeit vor großen Bewährungsproben“ um unsere Erwartungen an die Konferenz. Zum Abschluss haben wir gemeinsam mit der Deutschen Aidshilfe unter dem Titel „Welt-AIDS-Konferenz an Erde: Wir haben ein Problem!“ unsere Eindrücke und zentralen Botschaften aus Rio zusammengefasst. Und auch der Start unserer gemeinsam mit dem Global Advocates Network und der Alliance for Public Health entwickelten Kampagne war Anlass für eine Pressemitteilung: „Globale Solidarität zeigt sich daran, dass Versprechen eingehalten werden“.

Fidschi: Die stille HIV-Krise im Pazifik 

Abbildung 5: Media Roundtable zu HIV auf Fidschi bei der Welt-AIDS-Konferenz 2026. Beitragsbild: Aktionsbündnis gegen AIDS. Foto: Peter Wiessner.

Fidschi im Spotlight: Auf dem Inselstaat steigen die HIV-Neuinfektionen so schnell wie kaum irgendwo sonst. In unserem Artikel „Fidschi: Die stille HIV-Krise im Pazifik“ schauen wir auf die Hintergründe und darauf, warum die Entwicklung auf Fidschi weit über den Pazifik hinaus relevant ist.

Pressekonferenz zur Eröffnung der Welt-AIDS-Konferenz 2026

Abbildung 6: Panel bei der Pressekonferenz zur Eröffnung der Welt-AIDS-Konferenz 2026 in Rio de Janeiro. Beitragsbild: Aktionsbündnis gegen AIDS. Foto: Peter Wiessner.

Zum Auftakt der Konferenz warnte UNAIDS vor einem historischen Rückschritt in der globalen HIV-Arbeit. In unserem Artikel „Pressekonferenz zur Eröffnung der Welt-AIDS-Konferenz 2026“ fassen wir die zentralen Botschaften der Pressekonferenz zusammen: zu Finanzierungskürzungen, Menschenrechten, Versorgungslücken und der Frage, was es jetzt braucht, damit die bisherigen Fortschritte nicht verloren gehen.

Interview mit dem Hessischen Rundfunk

Abbildung 7: Interview mit Peter Wiessner zur Welt-AIDS-Konferenz 2026. Beitragsbild: Aktionsbündnis gegen AIDS. Foto: Peter Wiessner.

Zur Eröffnung der Konferenz sprach der Hessische Rundfunk mit Peter Wiessner: „Was fehlt ist nicht das medizinische Wissen, sondern der politische Wille“ könnte man als Fazit des Beitrags zusammenfassen.

„Schöne, neue Welt!?“ Die Zukunft der globalen HIV-Arbeit

Abbildung 8: Protest bei einem US-Panel auf der Welt-AIDS-Konferenz 2026. Foto: Peter Wiessner.

In „Schöne, neue Welt!?“ Die Zukunft der globalen HIV-Arbeit greifen wir zentrale Debatten der Konferenz auf: Finanzierung bricht weg, nationale Eigenverantwortung rückt stärker in den Mittelpunkt und politische Rahmenbedingungen und Ideologien verändern die Bedingungen der HIV-Arbeit. Was bedeutet dieser Wandel für internationale Solidarität, Menschenrechte und die Rolle der Zivilgesellschaft?

Rund um die Welt-AIDS-Konferenz: Publikationen und Hintergründe

Sonderausgabe Informiert

Abbildung 9: Titelblatt der „informiert“, Ausgabe Juli 2026. Gestaltung: Alexander von Freeden (LaikaLaika). Foto: Aktionsbündnis gegen AIDS.

In der aktuellen Sonderausgabe unseres Magazins „informiert“ beleuchten wir die politischen, finanziellen und gesellschaftlichen Entwicklungen, die die globale HIV-Arbeit derzeit prägen. Neben Artikeln zum UNHLM zu HIV/AIDS, zur Internationalen AIDS-Konferenz, zu den Folgen der Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit, zur Zukunft von UNAIDS und zu den Verhandlungen über das WHO-Pandemieabkommen stellen wir unsere gemeinsam mit dem Global Fund Advocates Network (GFAN) und der Alliance for Public Health (APH) entwickelte Kampagne „Together We Save Lives – The Global Fund: From Financial Contributions to Impact“ sowie unsere Mitträgerorganisation AMPO International vor.

UN High-Level Meeting zu HIV/AIDS 2026

Abbildung 10: Annalena Baerbock, Präsidentin der 80. Sitzungsperiode der Generalversammlung der Vereinten Nationen, eröffnet das UN High-Level Meeting zu HIV/AIDS. Foto: Peter Wiessner.

Als Mitglied der internationalen HIV-Community war Peter Wiessner für das Aktionsbündnis gegen AIDS in den zivilgesellschaftlichen Vorbereitungsprozess zur politischen Deklaration eingebunden und nahm als Mitglied der deutschen Delegation am UNHLM zu HIV/AIDS 2026 teil. Der auf der Webseite des Global Health Hub Germany auf Englisch veröffentlichte Bericht fasst die wichtigsten Diskussionen, Konfliktlinien und Ergebnisse des Treffens der Vereinten Nationen zusammen. Die deutsche Fassung finden Sie hier.

PEPFAR Pulse Study

Abbildung 11: Titelbild der Studie „Measuring the Global Impact of PEPFAR Disruptions – Findings from the PEPFAR Pulse Study“. Herausgegeben von amfAR, FCAA, Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health und Data Etc

Die Folgen der abrupten Umstrukturierung des US PEPFAR Programms sind längst nicht mehr nur Gegenstand politischer Debatten. „Die aktuelle PEPFAR Pulse Study, durchgeführt von amfAR“, zeigt erstmals empirisch, welche Auswirkungen sie bereits heute auf die HIV-Versorgung, Community-Angebote und Gesundheitssysteme und damit ganz konkret auf das Leben der Menschen in vielen Ländern haben.

UNAIDS Sonderbericht zur Welt-AIDS-Konferenz United to End AIDS

Abbildung 12: Titelbild des „UNAIDS Special Report for the 26th International AIDS Conference: United to end AIDS“. Herausgegeben von UNAIDS, 2026.

Die von UNAIDS im Sonderbericht zur globalen HIV-Situation erhobenen Daten zeigen, dass Unterbrechungen der HIV-Finanzierung erhebliche Auswirkungen auf die HIV-Prävention, das HIV-Testangebot und zentrale Bestandteile der Behandlungsprogramme hatten. Dies betrifft insbesondere community-basierte Angebote, die Menschen erreichen, die besonders stark von HIV betroffen sind.

Ausblick: Termine und kommende Aktivitäten

Start der Kampagne „Together We Save Lives“
01.09.2026 online

mit wöchentlichen Blogbeiträgen, Videos und Beiträgen internationaler Kooperationspartner*innen. Laufzeit bis zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 10.12.2026

Parlamentarisches Frühstück zu Kindergesundheit
23.09.2026 in Berlin
Teilnahme nach Einladung möglich

World Health Summit 
11.10.–13.10.2026 in Berlin

Veröffentlichung des zweiten Videos unserer Kampagne „Together We Save Lives“

Public Pharma for Europe: Konferenz medico international
22.10.–23.10.2026 in Frankfurt am Main

Mitgliederversammlung Rechtsträgerverein Aktionsbündnis gegen AIDS
25.11.2026 online

Vollversammlung Mitträger Aktionsbündnis gegen AIDS
25.11.2026 online

Wir freuen uns über Spenden!

Das Aktionsbündnis gegen AIDS finanziert sich über Zuwendungen und Spenden.
Um unsere Arbeit weiterführen zu können freuen wir uns über jeden Beitrag, für den natürlich eine Spendenbescheinigung ausgestellt wird.


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